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Freizeit im Wald

 
 

  
Was darf man im Wald?
Der Wald hat drei Grundfunktionen: Schutz (z.B. als Bannwald im Gebirge, aber auch Schutz des Klimas durch Regulierung des Luft- und Wasserhaushalts); Nutzen (Holzernte, Forstwirtschaft), Erholung. In Wäldern in der Nähe städtischer Agglomerationen in der Schweiz sind gegen 50 Sport- und Freizeit-Nutzungsarten heimisch, wenn man Winter- und Sommernutzungen zusammenzählt. Obwohl die Jäger (neben den Fischern) die einzigen Naturnutzer sind, die etwas bezahlen, nehmen sie für sich keine Sonderrechte in Anspruch.
 
 
Aber sie bestehen darauf, als Fürsprecher der Wildtiere aufzutreten und deren Ansprüche geltend zu machen. Jedermann darf den Wald betreten und sich an ihm freuen. Ein einfacher Grundsatz lautet: Solange Sie auf den Wegen bleiben und Hunde an der Leine führen, gibt es kein Problem.
 
 
Welche möglichen Folgen der Störungen von Wildtieren gibt es?
Erhöhter Stress für alle Tiere, unnötiger Kalorienverbrauch im Winter; Gefahr für die Jungtiere; erhöhte Wildschäden durch Beunruhigung (Schälen, Fegen, Frass).
 
 
Fussgänger im Wald: Gibt es Verhaltensregeln?
Ja. Solange Sie auf den Wegen und Waldstrassen bleiben, entsteht kein Problem. Aber meiden Sie bitte das Dickicht und unwegsame Gebiete! Hier wohnt das Wild. Und seien Sie besonders in der Setz- und Aufzuchtzeit (Mai – September) vorsichtig sowie im Winter, wenn Schnee liegt. Problematisch und in vielen Kantonen verboten sind Motorsportarten (Motocross, Trial etc.) und Biking abseits der Wege.

Bitte beachten Sie die markierten Fahrverbote. Sie sind ebenso verbindlich wie die Verkehrssignale auf der Strasse. Auch Jagdaufseher mit Ausweis haben Ordnungs- und Weisungsrecht.
 
 
Was ist im Winter besonders wichtig?
Bitte respektieren Sie markierte Sperrzonen – und denken Sie auch auf erlaubten Wegen immer daran: Im Winter läuft der Wiederkäuermagen von Reh, Hirsch und Gams auf etwa einem Drittel der normalen Leistung. Das ist eine Überlebenstechnik der Natur. Jede Beunruhigung, die Fluchtreflexe auslöst, kostet wertvolle Kalorien – und kann die Tiere an den Rand des Hungertods bringen.
 
 
Was sollen Hundehalter besonders beachten?
Jeder Hund jagt, vor allem ausserhalb Ihrer Ruf- und Appelldistanz (20 – 30 m). Dann nützt alles Pfeifen und Rufen nichts mehr; auch sonst «liebe» und gehorsame Hunde machen sich dann selbständig. Jagen ist ein Urtrieb. Man soll die Hunde deswegen nicht bestrafen. Aber namentlich in den Setz- und Aufzuchtzeiten (Mai bis August/September) muss man Hunde im Wald und an Waldrändern unbedingt an der Leine halten.
 
 
Was ist für die Reiter wissenswert?
Vom Pferderücken kann man Wild sehr gut beobachten, denn Wild schreckt nicht vor der Witterung der Pferde zurück – und die des Reiters nimmt es nicht wahr, weil er höher sitzt. Dringende Bitte von Förstern und der Jägern: Bitte nicht «quer-waldein» durchs Unterholz preschen! Benutzen Sie nur die für den Reitsport freigegebenen Wege! Wege werden nicht gesperrt, um Sie zu schikanieren, sondern um teure Schäden zu vermeiden.
 
 
Was haben Deltasegler, Hängegleiter und Wild miteinander zu tun?
Das Wild weiss nicht, dass Sie harmlos sind. Gams und Steinbock nehmen Sie als bedrohlichen Raubvogel wahr. Bitte respektieren Sie die gemeinsam mit Ihren Verbänden regional festgelegten Sperrzonen! Informieren Sie sich anhand Ihrer Kartenwerke vor dem Start, am besten bei Ihrer Flugschule!
 
 
Ballonfahrer
Das Fauchen von Heissluftballonen beunruhigt nicht nur Kühe und Pferde, sondern auch Wildtiere.
 
 
Jugendgruppen, Pfadfinder, Schulklassen
Toll, dass Ihr Freude am Wald habt! Sucht Kontakt mit Euren lokalen Jägern; sicher informieren sie Euch gerne näher über Wald und Wild. Bevor Ihr Hütten baut, fragt bitte unbedingt den Förster (Adresse via Gemeindekanzlei)!