Umstrittene Themen
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Jagd ist ein emotionales Thema, denn es geht um Tiere und ihre Lebensräume, und es geht um die Nutzung dieser Tiere. Jeder verständige Jäger akzeptiert, dass Jagd nicht jedermanns Sache sein kann. Aber jeder nicht jagende, verständige Naturfreund wird auch verstehen, dass nachhaltige Jagd nötig ist und dass sie verantwortet werden kann, wenn sie kundig und unter guter Kontrolle ausgeübt wird – wie dies in der Schweiz der Fall ist. Nachhaltige Jagd bedeutet, den natürlich nachwachsenden Bestand abzuschöpfen und damit einen den Lebensräumen angepassten Wildbestand zu erhalten.
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Luchs, Wolf & Co. – was steckt dahinter?
Vor allem in den Bergen bewegt dieses Thema die Gemüter. Die Jäger wehren sich nicht gegen die natürliche Rückkehr der grossen Raubtiere. Aber sie sind skeptisch gegenüber den Versuchen, diese Rückkehr durch künstliche «Aussetz-Aktionen» herbeizuführen. Ausserdem machen sie auf die Mentalitätsdifferenz zwischen Berg und Tal aufmerksam. Bergbewohner erleben die Natur (und somit auch die Raubtiere) nicht nur als schön und faszinierend, sondern auch als Bedrohung. Und sie wehren sich dagegen, dass Leute aus dem Unterland ihnen vorschreiben wollen, wie sie mit der Natur umzugehen haben. Dem theoretischen Wissen vieler aussenstehender Schützer steht das Erfahrungswissen der Bergler gleichwertig gegenüber.
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Wie steht es um die Auswilderungen?
«Jäger setzen Hasen und Fasane aus, um sie nachher abschiessen zu können.» Das hört man noch gelegentlich – aber es ist Unsinn. In der Schweiz sind solche Praktiken längst verboten. Ausserdem wären sie nutzlos, denn der Fasan kann als Bodenbrüter in unserer ausgeräumten Kulturlandschaft nicht überleben. Wissenschaftlich begleitete und gut vorbereitete Auswilderungsaktionen, welche die Bereicherung der Tierwelt zum Ziel haben, werden von den Jägern mit Arbeit und Geldbeiträgen unterstützt. Es waren Jäger, die anfangs des 20. Jahrhunderts für die Wiedereinbürgerung der Steinböcke in der Schweizer Alpenwelt gesorgt haben. Und Jäger unterstützen auch die Neuansiedlung des Bartgeiers. Die Wiederansiedlung der Gämse im Solothurner Jura wurde ab 1952 von den Solothurner Jägern tatkräftig unterstützt. Ohne die Mithilfe der Jäger gäbe es keine Gamskolonien im Jura. Diese zählen auf den Kantonsgebieten von Neuenburg, Solothurn, Bern und Baselland ca. 4000 Tiere.
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Sind Jagdreisen sinnvoll?
Da die Jagd in der Schweiz für jeden normal Verdienenden erschwinglich ist
gibt es bei uns relativ wenig revierlose Jäger, die in anderen Ländern das Stammpublikum für Jagdreise-Arrangements in fremde Länder darstellen. Dementsprechend spielen Jagdreisen für die Schweizer Jäger keine grosse Rolle. Gebucht werden solche Jagdreisen vor allem, um Jagden zu erleben, die in der Schweiz nicht möglich sind (typisches Beispiel: Auerhahnjagd in den riesigen und ungefährdeten Beständen Russlands, Jagd auf Muffelwild in Südfrankreich usw.) Kenner der afrikanischen Tierwelt weisen darauf hin, dass die kontrollierte und nachhaltige Grosswildjagd vorwiegend positive Einflüsse auf die Arterhaltung und die Pflege der Wildbestände hat. Indem Touristen in die Länder kommen und Geld für die Jagd ausgeben, erfahren die Einheimischen, dass ihre Wildbestände einen Wert darstellen, den zu schützen sich lohnt.
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Sind Frauen auf der Jagd willkommen?
Ja, natürlich. Im Kanton Solothurn gibt es mehrere jagdberechtigte Frauen – Tendenz steigend. Die Zeiten, da die Jagd eine ausschliessliche Männerdomäne gewesen ist, sind vorbei. Auch bei Frauen und bei jungen Leuten ist die Jagd dabei, eine gewisse kulturelle Geläufigkeit aufzubauen.
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