Wildschaden
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Wie stellt sich die allgemeine Wildschaden-Situation im Kanton Solothurn dar?
Der Schaden, den das Wild am Forst und an landwirtschaftlichen Kulturen verursacht, wird im Kanton Solothurn zunehmend zum Problem – vor allem wegen der Wildschweine (Schwarzwild). Wegen günstiger Futterverhältnisse und milden Wintern nehmen die Bestände stark zu. Schwarzwild frisst sich durch die Maisfelder, gräbt Knollenfrüchte aus und benützt Kulturflächen als «Spielwiese» für den Nachwuchs. Die Schäden sind oft so bedeutend, dass die ganze Ernte verloren ist. Die Klagen aus der Landwirtschaft nehmen zu. Abwehrmassnahmen sind dringend. Erfahrungen in ganz Europa lehren, dass nur eine biologisch und ökologisch richtige Bejagung, verbunden mit erhöhtem Jagddruck, zu einem erträglichen Nebeneinander führen kann. Nie kann es das Ziel sein, die Wildschweine «auszurotten» oder «Schädlingsbekämpfung» zu betreiben. Auch das Schwarzwild hat Anspruch auf weidmännisches Verhalten und Respekt (Schutz der führenden Bachen, Schonzeiten etc.)
Gemessen am Schwarzwildschaden sind die anderen Wildschäden im Kanton Solothurn deutlich geringer.
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Welche Arten von Wildschaden unterscheiden wir?
Von den Wildschwein-Schäden abgesehen, spielt das Wildschaden-Thema im Kanton Solothurn eine eher untergeordnete Rolle. Trotzdem seien die wichtigsten Daten der Vollständigkeit halber erwähnt.
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Verbiss-Schaden: Verbiss von Trieben und Knospen von Einzelgehölzen im Wald durch Reh und Gams; aktuelle Gefährdungslage mittel; besonders betroffen ist das Mittelland. Gegenmassnahmen: vor allem Einzelschutz der Jungpflanzen.
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Schlag- und Fegeschäden: Geweihträger fegen ihr Bastgehörn an Bäumen ab bzw. schlagen mit ihren Geweihen gegen Bäume und verletzen deren Rinde.
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Schälschäden: Vor allem zur Notzeit im Winter schält das Schalenwild die Rinden der Bäume und verletzt diese. Gefördert wird dieser Schaden durch unnötige Beunruhigung des Wildes im Winter (z.B. durch Variantenskifahren, Schneeschuhlaufen usw.)
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Landwirtschaftlicher Wildschaden: Schäden am Getreide zur Zeit der Aussaat durch Auspicken der Saatkörner (Tauben, Krähen) und Wühlen (Schwarzwild, siehe oben); Schäden durch Abäsen und Niedertreten. Oft entstehen auch Schäden an Sonderkulturen (Wein- und Obstgärten, Baumschulen). Schliesslich schlagen Raubvögel das Hausgeflügel, das auch dem Fuchs schmeckt.
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