Übergangsbestimmung Verordnung über das Schlachten und die Fleischkontrolle (VSFK)

Änderung der Verordnung

 

Der Bundesrat hat am 10. Januar 2018 folgenden Beschluss gefasst.

 

"Personen, die bei Inkrafttreten dieser Verordnung die Ausbildung zur Jägerin oder Jäger beendet haben oder diese bis zum 30. April 2018 beenden, nicht mehr nur bis am 30. April 2021, sondern neu, unbeschränkt als fachkundige Person gelten".

 

An der Pflicht zur Untersuchung und Dokumentation des Jagdwildes und an den Anforderungen an die Fachperson hat sich nichts geändert!

Was heisst das für uns Jägerinnen und Jäger?

 

Die Auswirkung der Änderung der Übergangsbestimmung ist, dass die Absolvierung des Wildbrethygiene-Nachholkurses für "alte" JägerInnen, die den Jagdfähigkeits-ausweis bereits vor mehr als sechs Jahren - also vor der Einführung der neuen Jungjägerausbildung im Kanton Solothurn mit dem integrierten Wildbrethygiene-modul - erworben haben und noch nicht über einen Fachkundeausweis als "Wildbrethygieniker/in" verfügen, nicht mehr zwingend nötig ist.

Ein fragwürdiger Entscheid

 

Der Entscheid wird zum Teil als "Sieg" für die JägerInnen "gegen sinnlose Neuerungen und Schikanen von oben" gefeiert. Ob es das wirklich ist, ist stark zu bezweifeln.

 

Einmal mehr wird jagdlich eine grosse Chance vergeben, schweizweit ein dem aktuellen Wissen entsprechender Standard einzuführen, den wir unseren Jungjägern aber zumuten.

Es hätte der Jägerschaft gut angestanden, freiwillig die wertvolle Ausbildung zur fachkundigen Person im Bereich Wildbrethygiene zu absolvieren.

 

Aufruf von RJSo

 

RJSo ruft daher alle Jägerinnen und Jäger auf, trotz der Änderung in der Verordnung einen Wildbrethygienekurs zu absolvieren. Es ist klares Bekenntnis zum hervorragenden Produkt "Wild".