Tularämie - eine Wildkrankheit der Feldhasen

Gibt es Wirkungsketten bezüglich Tularämie?

Nach dem Auffinden eines Feldhassen-Kadavers im Revier St. Stephan taucht die Frage auf, ob das Auftreten der Tularämie im Zusammenhang mit der steigenden Biberpopulation stehen könnte?

 

Es ist augenfällig, dass die Zunahme der Biber in diesem Revier einhergeht mit dem Rückgang eines ansonsten gesunden und zahlenmässig guten Feldhasenbestands.

 

Die Meinung eines Fachmanns

 

David Gerke nimmt in einer E-Mail-Anfrage von RJSo wie folgt Stellung dazu:

"In der Tat finden sich in der Literatur einige Angaben, dass der Biber Träger der Tularämie sein kann. Mir liegen aber keine Angaben darüber vor, dass die Tularämie bei den Bibern in der Schweiz vorkommt, entsprechend ist mir auch eine allfällige Durchseuchungsrate unbekannt. Allenfalls hätte die nationale Biberfachstelle und/oder das FiWi dazu Angaben. Eine Anfrage würde sich wohl lohnen.

Grundsätzlich wäre es sich empfehlenswert, wenn Jäger, die tote Biber bergen und entsorgen oder verletzte/verwaiste Biber behändigen, sich präventiv mit Schutzhandschuhen schützen würden.

Es muss zudem darauf hingewiesen werden, dass auch andere Nager Träger der Tularämie sein können, selten sind sogar Wildvögel oder andere Säuger ausserhalb der Nager betroffen. Letzteres sind Ausnahmen, kommen aber theoretisch vor. Vorsicht ist also immer geboten."


Fazit


Es besteht wohl im Moment kein Grund zur grossen Sorge. Sicher sind wir Jäger aber gehalten die Augen offen zu halten, Vorkommnisse zu melden und was in solchen Fällen immer das Gebot der Stunde ist, mit der nötigen Vorsicht und mit Schutzmassnahmen zu handeln.