SO ist die Jagd

Jagd im Kanton Solothurn

Der Kanton Solothurn mit seiner eigenartig zerrissenen Form bedeckt eine Fläche von 790 km2. Davon sind rund 670 km2 jagdbar. Der Waldanteil beträgt 40,5 %. Die geringste Höhe über Meer weist die Birs bei der Kantonsgrenze Dornach auf (277 m), der höchste Punkt ist mit 1445 m die Hasenmatt (Gemeinde Selzach).

In Solothurn herrscht seit 1932 Revierjagd (Pachtsystem). Rund 550 Jagdpächterinnen und –pächter weidwerken in 67 Revieren, die eine durchschnittliche Grösse von ca. 1150 Hektaren aufweisen. Ausserdem werden pro Jahr ca. 500 Gästepässe abgegeben. 148 nebenamtliche vereidigte Jagdaufseher besorgen den Jagd- und Wildschutz.

Der Staat schreibt vieles vor, was die Jagd betrifft: die Höchst- und Mindestzahl der Pächter (je nach Fläche), deren Wohnsitz (mehrheitlich im Kanton), den Pachtpreis, das Reglement der Jägerprüfung, die Pflicht, für jedes Revier einen geprüften Schweisshund zu halten usw.

Der letzte Volksentscheid über die Solothurner Jagd wurde 1988 gefällt. Als erster Kanton der Schweiz nahm Solothurn das neue Einführungsgesetz zum eidg. Jagdgesetz mit 35’500 Ja gegen nur 6500 Nein an – ein eindrücklicher Vertrauensbeweis für Jagdsystem und Jäger.

Die Jäger – Organisation

In RevierJagd Solothurn (RJSo) sind Pächter und Jagdaufseher zusammengeschlossen. RJSo ist eine Sektion des Verbandes REVIERJAGD SCHWEIZ. RJSo ist, der geografischen Gliederung des Kantons folgend, in sechs Hegeringe eingeteilt, in denen viel praktische Arbeit geleistet wird (Hundewesen, Jagdschiessen, Biotophege, Reviereinrichtungen usw.)

Die Solothurner Jägerschaft ist ein Querschnitt durch das ganze Volk.

Unser Wild

Die dominierende einheimische Wildart ist das Reh. Dazu kommen als Standwild Fuchs, Dachs und – leider viel zu selten – der Feldhase. Seit fünfzig Jahren ist auch das Gämswild wieder im Jura heimisch – dank der Wiederansiedlung durch Jäger. Immer stärker wird der Bestand an Wildschweinen (Schwarzwild). Sie richten immer mehr Schaden an den landwirtschaftlichen Kulturen an und müssen durch die Jagd kurz gehalten werden. Seit neuster Zeit tauchen auch die ersten Rothirsche in unserer Gegend auf. Daneben sind über kurz oder lang die Einwanderung des Waschbärs und des Marderhunds zu erwarten.