Generalversammlung 2008

Ein nicht jagdbares Wild dominiert die jagdliche Diskussion

Der Luchs war - wie zu erwarten - ein zentrales Thema an der GV von RJSo. Die Geduld der Jägerschaft wird arg strapaziert; von allen Seiten akzeptierte Konzepte und Vereinbarungen verlieren nach dem regierungsrätlichen Entscheid, auf die Entnahme eines zweiten Luchs zu verzichten, an Bedeutung. Damit ist einmal mehr unklar, wie es mit dem Projekt "Luchs" im Kanton weitergeht. Ferner kommt dazu, dass es schwerer wird, zukünftigen Abmachungen mit dem Staat zu akzeptieren. Die wachsende Ungeduld könnte bald in aufkeimenden Ungehorsam umkippen; was der Sache sicherlich nicht dienlich wäre!

Führungswechsel

Aus den ordentlichen Geschäften stach das Traktandum Personelles hervor. Franz Misteli stellte sich nach vier Jahren nicht mehr zur Wiederwahl. Bedingt durch seinen Stellenwechsel, wuchs seine berufliche Belastung zu stark, um die präsidialen Geschäfte mit voller Kraft auszusüben.

Bruno Born, der neue "Chef"
Als Nachfolger an die Spitze von RJSo wählte die Versammlung einstimmig Bruno Born, abgetretener Präsident der vereinigten Thaler Jäger. Born bringt ein breites jagdliches Wissen und Führungserfahrung mit. Damit ist garantiert, dass die sich stets mehrenden Geschäfte im kantonalen Verband mit der nötigen Zielstrebigkeit angegangen werden. Themen wie das besagte Luchsprojekt, der wieder zunehmende Schwarzwildschaden und schon bald wieder die Neuverpachtung der Reviere werden die Arbeit im RJSo nicht so schnell ausgehen lassen.

Verdienste

Roland Fringeli, Leiter Hundewesen bei RevJSO dankte allen Hundeführern für das grosse Engagement im vergangenen Jahr. „Wir Jäger wollen einen gehorsamen Hund auf der Jagd führen, aber insbesondere der Oeffentlichkeit präsentieren. Deshalb heisst es immer wieder üben, üben, üben!“, so Fringeli.

Damit ein Tier auch weidgerecht erlegt werden kann, sei es wichtig, dass der Umgang mit der Waffe immer wieder beübt werde, begann Josef Laffer, zuständig für das Schiesswesen seinen Jahresbericht. „Wir wollen nicht am Wild üben, sondern unsere Fertigkeit im

Schiessstand beweisen“, fuhr Laffer fort. 89 Prozent aller Jäger hätten sich im vergangenen Jahr an den organisierten Schiessen beteiligt. „Eine gute Zahl, die auch verhindert, dass ein Schiessobligatorium eingeführt wird“, meinte Laffer dazu. Alt-Regierungsrat Thomas Wallner durfte anschliessend den „Preis des Solothurner Regierungsrates für Jagdaufseher“, in Form eines Jagdmessers, an Hugo Bürki aus Bärschwil übergeben

Ehrungen

Der abtretende Präsident, Franz Misteli, wurde für seinen langjährigen Einsatz zu Gunsten jagdlicher Belange zum Ehrenmitglied von RJSo gewählt. Franz hat sich seit gut 20 Jahren in verschiedensten Gremien - auch nicht direkt jagdliche Institutionen - eingebracht und die Sache der Jagd vertreten. Noch heute nimmt er Einsitz in ProNatura, Kanton Solothurn.

Bruno Born, Peter Steiner und Franz Misteli (v.l.)
Der zweite Geehrte des Abends ist Peter Steiner. Mit der Ernennung zum Ehrenmitglied danken die Solothurner Jäger einem Mann, der fast sein ganzes Leben auf die Jagd im Allgemeinen und die Ausbildung des Jägernachwuchses im Speziellen ausgerichtet hat. Die 34 Jahre Jagdschule "Hubertus" in Niedergösgen sind das beredete Zeugnis seines Schaffens. Sein Einfluss auf die Wahrnehmung der Jagd nach innen und aussen sind beträchtlich. Sein Schaffen wird noch lange Spuren hinterlassen.
PDF Icon   Zeitungsbericht Mittellandzeitung  (pdf, 37 kB)
PDF Icon   Kontext zum Zeitungsbericht der Mittellandzeitung  (pdf, 40 kB)

Beilagen zur GV

Jahresbericht des Präsidenten
Adressen des Vorstands und der Delgierten
Gesamtdokumentation zur GV 2008

Abteilung "Hunde"

Jahresbericht der Abteilung "Hunde"
Prüfungsordnung der Gehorsamprüfung
Adressverzeichnis der Hunde-Obmänner
Offizielle Schweisshundegespanne 2008

Abteilung "Schiessen"

Revierwettkampf 2007
Preis des Regierungsrats für Jagdaufseher 2007
Meisterschaft 2007