Die neusten Informationen aus dem Amt für Jagd und Fischerei des Kantons Solothurn
 

 

Jagdhunde für die Jagd auf Wildschweine

Gemäss § 30 Buchstabe d der Jagdverordnung müssen Jagdhunde für die Jagd auf Wildschweine eine bestandene Prüfung im Wildschweingatter vorweisen können. Jagdhundeführer können im Schwarzwild-gewöhnungsgatter Elgg trainieren und die Prüfung ablegen.

Am 10. Mai 2019 hatte die Jagd- und Fischereiverwalterkonferenz entschieden, dass es eine Übergangslösung geben soll und die Nachweispflicht erst per 1. Januar 2022 in Kraft tritt.

Ich habe festgestellt, dass bis dato nicht alle Sauhunde so weit sind und die Prüfung erfolgreich absolvieren konnten. Da das Schwarzwild-gewöhnungsgatter von November bis März 2022 in der Winterpause ist, werden wir im Kanton Solothurn deshalb die Nachweispflicht der absolvierten Prüfung erst ab 1. Oktober 2022 einfordern.

Wölfe im Kanton Solothurn

Wie Sie vermutlich mitbekommen haben, läuft zurzeit einiges in Sachen Wolf. So registrierten wir den Wolfnachweis in Zeglingen (BL) vom 22. November sowie wenig später derjenige in Eppenberg-Wöschnau (SO) am 23. November. Am Montag, 29.11.2021 erhielten wir die Dokumentation eines Wolfnachweises vom 12. November im Gebiet Nunningenberg (Revier 63). Zudem konnten die Hausziegenrisse in Lauwil (BL) vom 18. November aufgrund der genetischen Analysen ebenfalls einem Wolf zugeschrieben werden.

Im Zusammenhang mit Anfragen der Medien zum Thema Wolf sind wir von der Jagdverwaltung zwingend auf möglichst zeitnahe Meldungen aus den Jagdrevieren angewiesen. Wir bitten die Reviere, Bilder von Fotofallen umgehend entweder an uns oder die zuständige Person der Grossraubtier-verantwortlichen weiterzuleiten, damit die Präsenz des Grossraubtiers jeweils baldmöglichst von offizieller Stelle kommuniziert und auch die Nutztierhalter per SMS-Informationsdienst rechtzeitig gewarnt werden können. Die Kontaktdaten der Grossraubtierverantwortlichen finden Sie in der Liste der Grossraubtierverantwortlichen; siehe PDF weiter unten.

Luchs

Im Winter 2021/22 findet wiederum das alle drei Jahre fällige Luchs-Intensiv-Monitoring statt. Die Standorte mit Luchspräsenz in den letzten Jahren wurden am selben Ort belassen, die anderen wurden grösstenteils etwas verschoben. KORA (Florin Kunz mit seinem Team) haben ab Mitte November die Standorte installiert. Mit Florin Kunz wurde abgesprochen, dass er sich bei den Personen meldet und einen allfälligen Einsatz im Winter 2021/22 mit ihnen bespricht.


Silvia Nietlispach
Jagd- und Fischereiverwalterin

 

PDF Icon   Liste der Grossraubtierverantwortlichen

Nachtzielgeräte - Bewilligung und Einsatz

 

Bezügliche dem Stand der Diskussion betreffend Ausnahmebewilligungen für den Einsatz von Nachtzielgeräten verweist der VS von RJSo auf die VS-Info vom 17. November 2021, zu finden unter dem Menüpunkt "Über uns".

 

Kurz zusammengefasst:

 

  1. Droht ein Revier wegen Schwarzwildschäden in die Kaskade zu kommen, kann das Amt eine Ausnahmebewilligung zum Einsatz von Nachtzielgeräten an Kirrungen erteilen.
     
  2. In Revieren mit tragbaren Wildschweinbeständen werden Ausnahmebewilligungen für den Einsatz ausserhalb des Waldes erteilt.
     
  3. In Revieren mit nur sporadischem und insgesamt geringem Wildschweinvorkommen werden keine Bewilligungen erteilt.

 

Es gilt der Grundsatz:
Die Nutzung von Nachzielgeräten muss eine Ausnahme bleiben. Dahinter steht auch die Führung von RJSo.